Cesare Baglioni

Cesare Baglioni, auch bekannt als Cesare Baglione (* um 1550 in Cremona; † 1615 in Parma), war ein italienischer Renaissancemaler.

Cesare Baglione
Grotesken, Rocca Meli Lupi di Soragna

Leben

Seine Ausbildung erhielt er in der Werkstatt seines Vaters Giovanni Pietro, eines eher unbedeutenden Malers, und spezialisierte sich dann auf die Quadratur- und Landschaftsmalerei. Zwischen 1565 und 1574 arbeitete er in Florenz und später hauptsächlich in Parma, am Hof des Herzogs Ottavio Farnese.

In seinen Arbeiten fügte er Ruinen von antiken Bauwerken ein. Dazu reiste er nach Rom, um Eindrücke zu sammeln und Zeichnungen vor Ort anzufertigen. Die in Parma ausgeführten Arbeiten sind größtenteils erhalten und er wird von Kunstkritikern als brillantester Meister des späten emilianischen Manierismus angesehen.

Er ist vor allem für die Ausschmückung der Schlösser mit Freskendekorationen mit grotesken Motiven, Landschaften und gemalten Perspektiven im Gebiet von Parma bekannt. Beeindruckend sind vor allem die Fresken der Rocca Meli Lupi di Soragna.

Cesare war sowohl mit Agostino als auch mit Annibale Carracci befreundet. Ein Schüler von Cesare war Girolamo Curti.

Literatur

  • Silla Zamboni: Baglione, Cesare. In: Alberto M. Ghisalberti (Hrsg.): Dizionario Biografico degli Italiani (DBI). Band 5: Bacca–Baratta. Istituto della Enciclopedia Italiana, Rom 1963.
  • Stefano Ticozzi: Dizionario degli architetti, scultori, pittori, intagliatori in rame ed in pietra, coniatori di medaglie, musaicisti, niellatori, intarsiatori d'ogni etá e d'ogni nazione. Band 1. Gaetano Schiepatti, Mailand 1830, S. 95 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche). 
  • Rosa Lupoli: Un affresco inedito di Cesare Baglione: l’assedio di Esztergom del 1595 nella Galleria delle Battaglie del Castello di Spezzano. In: Studi di Memofonte. 2018 (academia.edu). 
  • Antonio da Monza–Bassan. In: Ulrich Thieme, Felix Becker (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 2: Antonio da Monza–Bassan. Wilhelm Engelmann, Leipzig 1908, S. 358 (Textarchiv – Internet Archive). 
Commons: Cesare Baglione – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Cesare Baglione. In: parmawelcome.it. Abgerufen am 11. August 2023. 
Normdaten (Person): GND: 14199858X (lobid, OGND, AKS) | VIAF: 129773406 | Wikipedia-Personensuche
Personendaten
NAME Baglioni, Cesare
ALTERNATIVNAMEN Baglione, Cesare
KURZBESCHREIBUNG italienischer Renaissancemaler
GEBURTSDATUM um 1550
GEBURTSORT Cremona
STERBEDATUM 1615
STERBEORT Parma